Flachdach

Welche Dachhaut passt zu Flachdach-PV?

  • 3 Min. Lesezeit
  • Elena Kaneva
Welche Dachhaut passt zu Flachdach-PV?

Welche Dachhaut verträgt Flachdach-PV mit WATTSTONE? Der Windlast-Rechner unterscheidet Bitumen, Kies oder Gründach, PVC, EPDM und glatten Beton. Für Bitumen, PVC, EPDM und glatten Beton hat WATTSTONE die Haftreibung gemessen. Jede Dachhaut braucht die passende Schutzlage unter dem Stein.

Warum die Dachhaut zählt

WATTSTONE-Steine halten Ihre Module durch Gewicht und Haftreibung. Die Haftreibung hängt davon ab, worauf der Stein steht. Eine glatte Folie bietet weniger Halt als eine raue Oberfläche. Deshalb fragt der Windlast-Rechner die Dachhaut ab.

Je geringer die Reibung, desto mehr Beschwerung kann nötig sein. Die Dachhaut beeinflusst im Rechner den Haftreibungskoeffizienten. Das wirkt sich auf das Ergebnis aus, also auf die zusätzliche Beschwerung pro PV-Modul.

Ein zweiter Punkt ist der Schutz der Dachhaut. Unter jedem Stein liegt eine Schutzlage. Welche, hängt von der Dachhaut ab.

Die Dachhäute im Überblick

Untersuchte Dachoberflächen: glatte und schieferbesandete Bitumenoberlage, PVC-Dachbahn, EPDM-Dachbahn und glatte Betonoberfläche
Von WATTSTONE untersuchte Dachoberflächen

WATTSTONE hat Haftreibung auf fünf Oberflächen untersucht: glatte Bitumenoberlage, schieferbesandete Bitumenoberlage, PVC-Dachbahn, EPDM-Dachbahn und glatte Betonoberfläche.

Dachhaut Im Rechner wählbar als Schutzlage
Bitumen Bitumen Normale Schutzlage
Glatter Beton Glatter Beton Normale Schutzlage
PVC-Dachbahn PVC Alukaschierte Schutzlage
EPDM-Dachbahn EPDM Alukaschierte Schutzlage
Kies, Schotter Kies / Gründach Normale Schutzlage bei Schotter

Nasse Dachhaut

Ein Dach ist nicht immer trocken. WATTSTONE hat die Haftreibung deshalb auch nass bestimmt. Beim Bitumen wurde der Gleitreibungskoeffizient zwischen Prüfkörper und schieferbesandeter Bitumenoberlage bei definierter Wasserfilmdicke gemessen.

Das ist wichtig für die Planung: Der Rechner stützt sich auf gemessene Werte. Welche Werte genau in Ihre Berechnung einfließen, sehen Sie im Ergebnis des Rechners. Dort steht der Haftreibungskoeffizient Ihrer Dachhaut.

Tipp: Lassen Sie sich vom Dachdecker bestätigen, welche Dachhaut tatsächlich auf Ihrem Dach liegt. Folie und Bitumen sehen von oben ähnlich aus.

Kies und Gründach

Im Rechner ist „Kies / Gründach“ eine eigene Auswahl. Auf Schotter nutzen Sie die normale Schutzlage.

Für Gründächer gibt es WATTSTONE 10° XL. Seine Bauhöhe ist auf extensive Begrünung von 6 bis 17 cm ausgelegt. Er ist einsetzbar direkt auf der Folie, auf dem Substrat oder als Nachrüstlösung.

Bei Kies- und Gründächern ist der Aufbau besonders wichtig. Wie die Auflage genau aussieht, klären Sie vorab mit Ihrem Fachbetrieb.

Das klären Sie vor Ort

Bevor Sie bestellen, klären Sie vier Dinge. So vermeiden Sie Rückfragen.

  • Dachhaut: Material und Zustand der Oberfläche.
  • Neigung: Bei WATTSTONE 15° und 10° XL darf der Untergrund maximal 5° geneigt sein.
  • Tragfähigkeit: Ein Statiker prüft, ob das Dach das Gewicht trägt.
  • Dachhaut-Eigentümer: Bei Mietobjekten klären Sie Arbeiten am Dach mit der Eigentümerseite.

Wichtig: Den Zustand der Dachabdichtung beurteilt Ihr Dachdecker oder Fachbetrieb. Der Windlast-Rechner ersetzt weder diese Prüfung noch die Statik.

Häufige Fragen

Brauche ich unter dem Stein eine Schutzlage?

Ja. Auf Bitumen, Beton oder Schotter nutzen Sie die normale Schutzlage. Auf Foliendächern wie EPDM oder PVC nutzen Sie die alukaschierte Variante.

Beeinflusst die Dachhaut das Ergebnis des Rechners?

Ja. Die Dachhaut bestimmt den Haftreibungskoeffizienten und damit die nötige zusätzliche Beschwerung.

Für welche Dächer ist WATTSTONE 10° XL gedacht?

Für Gründächer mit extensiver Begrünung von 6 bis 17 cm.

Ihre Dachhaut im Rechner prüfen

Wählen Sie Ihre Dachhaut und sehen Sie, ob zusätzliche Beschwerung nötig ist.

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